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3 Insiderbegriffe (Kostenkalkulation) die Sie kennen sollten Teil 2/2

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3 Insiderbegriffe (Kostenkalkulation), die Sie kennen sollten Teil 2/2

Sehr gut, dass Sie wieder da sind um sich den gewissen Wissensvorsprung gegenüber Ihren Kollegen zu holen!

Im letzten Artikel ging es um die Begriffe Greenfield, Brownfield und Best-Practice Kalkulation. Wenn Sie diesen Artikel verpasst haben, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den folgenden Link, klicken auf ‚Link im neuen Tab öffnen‘ und lesen Teil 1 nach dem Sie den 2. Teil gelesen haben.

Link Insiderbegriffe Teil 1/2

Sie wissen bereits, dass wir die Bottom-Up Kostenkalkulation nutzen um eine neutrale Kalkulation aufzubauen, welche Ingenieuren und Entscheidern dabei hilft, bessere Entscheidungen zu treffen.

Sie wissen auch, dass sich die Kostenkalkulationen unterscheiden. Es kommt nämlich auf das Ziel des Auftraggebers an.

Wollen Sie die Kosten eines Lieferanten nachbilden, fertigen wir eine Brownfield Kalkulation an.

Wollen Sie Ihren Lieferanten herausfordern bzw. Potentiale finden, dann geben Sie eine Greenfield Kalkulation in Auftrag.

Wollen Sie generell den besten Fertigungsprozess identifizieren um ihr Bauteildesign oder die aktuelle Fertigungsstrategie zu hinterfragen oder den Lieferantenpreis zu verhandeln, dann lassen Sie eine Best Practice Kalkulation anfertigen.

Es gibt noch drei Begriffe. Wir starten mit der Best Cost Country Kalkulation.

Best Cost Country

Beschaffen Sie Ihre Bauteilen in dem Land mit der besten Kostenstruktur

Die Best Cost Country Kalkulation richtet den Fokus auf das Land, in dem ein Produkt in Hinsicht auf die Kosten am besten produziert werden kann.

Es werden immer die Gesamtkosten betrachtet! Risiken in der Lieferkette, Bestandsmengen und Logistikkosten gehen in die Kalkulation mit ein. Genauso die Anlaufkosten in anderen Ländern und die dort schaffbare Qualität.

Doch Vorsicht. Die Best Cost Country Kalkulation berücksichtigt nicht einfach nur die Löhne und empfiehlt Ihnen am Ende alle Ihre Lieferanten und Ihre eigene Produktion in Thailand, oder irgendwo wo die Arbeitskraft schön günstig sind, aufzubauen.

Die Umsetzbarkeit der Komplexität des Bauteils steht im Vordergrund. Deutschland kann demzufolge ein Best Cost Country sein, wenn es um sehr komplexe Bauteile, Baugruppen und Produkte geht.

Und Achtung! Nur weil Sie ein bestimmtes Bauteil in einem Best Cost Country sourcen, heißt das nicht, dass es Best Practice ist.

Sales Kalkulation

Sales Kalkulationen können Sie verwenden um ggü. Ihren Kunden einen höheren Preis zu argumentieren.

Sie können Sales Kalkulationen verwenden, wenn sie in die Verhandlungen mit einem Auftraggeber eintreten.

Üblicherweise wird eine Brownfield Kalkulation erzeugt auf der dann das Angebot aufbaut. Eine Sales Kalkulation fügt eine neue Ebene hinzu. In dem eine logische Argumentationsstruktur vom Kosteningenieur aufgebaut wird, können Kosten erklärt werden, die von der Brownfield Kalkulation abweichen. Damit ermöglicht die Sales Kalkulation das Durchsetzen eines höheren Preises in der Verhandlung um Ihren Gewinn, die Rendite bzw. die Wirtschaftlichkeit ihres Projektes zu verbessern.

Sales Kalkulationen können quasi nur von Kostenexperten mit technischem Wissen aufgebaut oder auch enttarnt werden.

Machen wir uns nichts vor. Sowohl der Lieferant als auch der Kunde sind Unternehmer und streben neben anderen Zielen auch nach dem wirtschaftlichen Optimum.

Wenn Sie sich vorstellen, was das für Ihren Vertrieb bedeutet, können Sie sicher nachvollziehen warum Unternehmen, bei denen Sales Kalkulationen fester Bestandteil der Verhandlungsstrategie sind, diese nicht mehr missen wollen.

Die Sales Kalkulation ist ein beliebtes Werkzeug um durch einen Informationsvorsprung das eigene Optimum zu erreichen. Gut für Sie, wenn Sie mit diesem Werkzeug arbeiten und schlecht für die, die zu spät Kostenexperten hinzuziehen.

Supplier Kalkulation

Supplier Kalkulationen bilden ab, wie Ihr Lieferant auf seinen Preis gekommen sein könnte

Die Supplier oder auch Lieferantenkalkulation bildet den Preis des Lieferanten, der Ihnen angeboten wurde nach. So verstehen Sie, was genau Ihr Lieferant Ihnen in Rechnung stellt und können das mit einer von ihnen angefertigten Greenfield, Best-Practice oder Best Cost Country Kalkulation vergleichen.

Die Sales Kalkulation des Lieferanten ist ihre Supplier Kalkulation.

Bei der Lieferantenkalkulation stimmt der Preis mit dem angebotenen Preis überein und die Kostenblöcke werden von unten nach oben möglichst realistisch von ihren Kosteningenieuren nachgebildet. Ein wesentlicher Unterschied ist also, dass Sie so gut wie keine Informationen über die Gegebenheiten vor Ort (dem Brownfield) haben und deswegen auch keine korrekte Brownfield Kalkulation erstellen können.

Üblicherweise versorgt Sie Ihr Lieferant bei einem Angebot mit Daten damit Sie den Preis nachkalkulieren und prüfen können. Gehen Sie aber bitte davon aus, dass Ihr Lieferant Ihnen nur die Daten der Sales Kalkulation zur Verfügung stellt. Schließlich plant er sich noch etwas Puffer für die Verhandlung ein und möchte, dass das Projekt für ihn eine gute Rendite abwirft.

Sie können nun folgendes machen. Sie können zum Lieferanten fahren und eine Brownfield Kalkulation anfertigen um die Kosten nachzuvollziehen und eventuelle Lücken aufzudecken. Bei einer sehr guten Lieferantenbeziehung ist es das beste Vorgehen, weil Sie sich gegenseitig kennen lernen und so gemeinsam an Potentialen arbeiten können. Der externe Blick in die Fertigung des Lieferanten hilft Verschwendung aufzudecken. Außerdem kommt es zu einem Erfahrungsaustausch der beide Seiten, Sie und Ihren Lieferanten, voran bringt.

Wenn sich diese Möglichkeit nicht ergibt, dann können Ihre Kostenexperten eine Best Practice, Greenfield oder Best Cost Country Kalkulation anfertigen und diese mit der Lieferantenkalkulation abgleichen um herauszufinden wo Ihr Lieferant Ihnen mehr verkaufen möchte als eigentlich gerechtfertigt.

Meine Überzeugung ist aber, das mit dem richtigen kommunikativen Vorgehen, sich zum einen der Lieferant öffnet, gemeinsame Potentiale gefunden werden und am Ende die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Lieferanten stärker ist als je zuvor.

Das gemeinsame Ziel ist es schließlich am Markt zu bestehen. Das sichert Ihnen Umsatz und Gewinn und Ihrem Lieferanten auch.

Bitte kommentieren Sie diesen Artikel! Ihr Feedback ist mir wichtig.

BG

Sebastian Möller

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